Besser, höher, weiter

Wie wir bei FUSO den Kontinuierlichen Verbesserungsprozess definieren, wie wir ihn leben und welche Rolle Ruderer spielen

„Kleinvieh macht auch Mist“, könnte der Grundgedanke der laufenden, kleinen betrieblichen Verbesserungen ein wenig uncharmant formuliert lauten. Und doch bringt es die Redewendung auf den Punkt: „Statt einmaliger Innovationen und großer Würfe liegt die Kraft des Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, kurz KVP, in der Stetigkeit, also im laufenden Hinterfragen, Verbessern und Überprüfen von Ideen und Vorschlägen von jenen, die es am besten wissen: unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, erklärt Geschäftsführer Ing. Andreas Högn.

Die 1-Million-Euro-Idee

Seit einem Jahr gehört der KVP zum deklarierten FUSO-Selbstverständnis. 40 Verbesserungsvorschläge reichten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seither ein. Im Rahmen eines entsprechenden Fests wird nicht nur ein wertvoller Preis verlost. Jede Idee bzw. Ideengeberin erhält ein Brieflos und hat die Chance auf den baren Gewinn. Damit soll symbolisiert werden, dass potenziell jede Idee von jedem Mitarbeiter die 1- Million-Euro Idee sein kann.

Denn das Erfolgsrezept für funktionierende Verbesserungen sieht FUSO ganz klar bei involvierten, motivierten Mitarbeitern:

„Unsere hohen Qualitätsmanagementstandards sind in festgelegten Prozessabläufen längst festgeschrieben. Man erreicht bloß mit niedergeschriebenen Prozessabläufen in Wirklichkeit noch nichts. Abläufe müssen mit Leben gefüllt, von jedem Einzelnen getragen und auch hinterfragt werden. Sie sind nicht in Stein gemeißelt – ganz im Gegenteil: Beim KVP müssen wir uns alle wachsam mit den eigenen Schritten auseinandersetzen“, ist Högn überzeugt.

Ein weiterer Schritt in die wettbewerbsfähige Richtung

Der 2016 bei FUSO eingeschlagene Weg zur neuen Kultur des Zusammenarbeitens zeigt sich bisher in zahlreichen Formen – von Kooperationsworkshops über Konfliktmanagement-Trainings bis hin zur Blended Learning-Plattform für individuelles Lernen. Auch das intensive KVP-Projekt strahlt nach innen:

„Diese Bereitschaft und Offenheit zur ständigen Bewegung in der Belegschaft ist pure Motivation. Es ist einfach unheimlich befriedigend in einer funktionierenden Gemeinschaft einen Beitrag geleistet zu haben der einzelnen Kollegen oder sogar allen Kollegen einen Mehrwert bietet“, freut sich Maximiliane Mustermannova, Produktionsmitarbeiterin bei FUSO. Sie selbst hat 2 Ideen eingereicht. „Natürlich hoffe ich, dass eine oder sogar beide Ideen den Check bestehen und wir die Ideen im Team weiterentwickeln und erproben können.“

Ruderer, Steuermann und jemanden im Ausguck …

1000 Ideen sind nichts wert, solange nicht 1 umgesetzt wird. Daher braucht es die bunte Mischung an Charakteren, wie auf einem Schiff:

Kreative Köpfe im Ausguck, die weit über den Tellerrand hinaus in alle Richtungen spähen und Visionen spinnen.

Genauso braucht es besonnene Steuermänner und -frauen, die pragmatisch den Kurs setzen und auch bei Seitenwind halten. Sie verwandeln visionäre Ideen in marktfähige Angebote.

Und nicht zuletzt braucht es eine ganze Reihe an Ruderern, die das Ziel ebenso kennen und mit aller Kraft dafür arbeiten, es zu erreichen.

Die Idee des KVP scheint rund: „Gerade die Ruderer, die ihre täglichen Abläufe und Produkte am besten kennen, wollen wir ganz bewusst zu neuen Ideen, Vorschlägen und zur Kritik einladen. Dann ist unser Prozess des kulturellen Wandels und der Prozess der Kontinuierlichen Verbesserung nicht mehr aufzuhalten. Es wird ein Selbstläufer, den wir alle stets hegen und pflegen müssen. Denn jeder Schritt nach Vor macht uns konkurrenzfähiger und sichert so unsere Arbeitsplätze für die Zukunft und nachfolgende Generationen ab.“ 

In diesem Sinne: Volle Kraft voraus!